Im großen Saal: 30 Jahre Werkgemeinschaft Männerhaut

28. November 2021 – 23. Januar 2022

„Die Lust, das Glas neu zu erfinden“ hatten sich vor 30 Jahren fünf junge Glasschaffende auf die Fahne geschrieben. 1991 hatten sie sich zusammengefunden und in der ehemaligen Schreinerei „Schuster Isse“ in Frauenau ein Atelier für Glas gegründet. Die Idee dahinter war eine freie Werkgemeinschaft mit einer gemeinsamen Nutzung von Maschinen und Werkzeugen. Die Namensgebung sorgte damals für einige Diskussionen: „Männerhaut“. Die Anregung dazu kam durch den absurd-genialen Werbeslogan „Auch Männerhaut ist ganz natürlich“. Der Atelierstandort Frauenau bot dazu den passenden Gegenpol.

Auch wenn es immer wieder gemeinsame Aktionen oder Ausstellungen gab, sahen sich die Männerhaut-Mitglieder als eigenständige Künstler. Doch das Miteinander, die verschiedenen Glas-Bereiche, aus denen die Männerhautler kamen, die Diskussionen um Inhalte und Techniken waren befruchtende Elemente, die Künstler inspirierten, neue Wege zu gehen. So probierte sich der Maler im Glasschliff, während der Schleifer seine zeichnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellte.

Die Bandbreite der Arbeiten aus dem Atelier Männerhaut ist enorm. Sie reicht von Auftragsarbeiten über Restaurationen und Designstücken bis hin zu Sonderanfertigungen für Preisverleihungen. Besonders wichtig sind natürlich die eigenen Werke der jeweiligen Künstler, die ihr ganzes Können und ihre unbändige Kreativität zum Ausdruck bringen.

Die Ausstellung im Glasmuseum Frauenau lässt 30 Jahre Atelier Männerhaut Revue passieren und zeigt eine Auswahl von bedeutenden Werken der Männerhaut-Künstler. So sind Arbeiten der Gründungsmitglieder Ronald Fischer, Jo Hruschka, Heikko Schulze-Höing, Stefan Stangl und Alexander Wallner sowie von Michael Gölker, Josef „Atschi“ Achatz und Eduard Deubzer, die im Lauf der Jahre dazu stießen, zu sehen.

Die Ausstellung läuft von 28. November 2021 bis 23. Januar 2022.

Geöffnet von Di – So, feiertags von 9 – 17 Uhr.