Sonderausstellungen ab 29. August 2021

InterRegional – Glasheimat Bayern & Glaskünstlervereinigung NRW

Glas – kaum ein anderes Material ist so vielfältig. Zu einen in seiner Erscheinungsform, durchscheinend oder opak, kristallklar oder in bunten Farben strahlend. Zum anderen in den Möglichkeiten seiner Gestaltung, geformt am Glasofen oder mit anderen Heißglastechniken, veredelt mit Schliff, Gravur oder Malerei.

 

Ebenso vielfältig wie das Glas selbst ist die Szene der Glasschaffenden. Aus den unterschiedlichsten Sparten kommend ist ihnen die Leidenschaft für das Glas, handwerkliches Geschick und Können sowie der Wille zur Suche nach neuen Ausdrucksformen gemein. In der Ausstellung im Glasmuseum Frauenau lässt sich die schier unerschöpfliche Kreativität der Glaskünstler:Innen entdecken. Sie zeigt die zeitgenössischen Tendenzen der mit Glas arbeitenden Kunst und gibt Einblick in die technische Vielfalt.

 

Die Ausstellung „InterRegional“ entspringt der Kooperation der „Glasheimat Bayern e.V.“ und der „Glaskünstlervereinigung NRW e.V.“ Fast 50 Künstler:Innen haben die Möglichkeit genutzt, ihre Werke im Glasmuseum Frauenau zu präsentieren. Sie schauen über den Tellerrand hinaus, beleuchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der technischen und inhaltlichen Herangehensweise und machen so die Ausstellung zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.

 

 

 

Gine Selle:    Flora Funga Fauna

Gine Goes Glas

 

Aus Dortmund stammt die Künstlerin und Designerin Gine Selle. Seit 2012 lebt sie in Frauenau. Ihr Atelier, das ‚heimatLabor m10‘, hat sie in der alten Glasmacherschenke gleich gegenüber der Glasmanufaktur von Poschinger eingerichtet. Angeregt vom Glasmacherort Frauenau widmet sich Gine Selle gestalterisch dem Thema Glas, so wie sie diesen Werkstoff und das Handwerk sieht. Daraus entstand die Werkreihe: „Gine Goes Glas“, aus der unter anderem ihre spezielle Form der HinterAcrylglasMalerei hervorgegangen ist. Ihre Werke zeigt sie jetzt im „Kabinett“ des Glasmuseums Frauenau.

 

Inspiriert von der Natur des Bayerischen Waldes entstand so für die Ausstellung im Glasmuseum die großformatige Trilogie: „Flora Funga Fauna“. Darüber hinaus sind weitere Bilder in dieser Technik, sowie Objekte aus alten Glasmachermodeln sowie eine Köpfe-Installation mit bearbeiteten BrilIen des 1. Bürgermeisters von Frauenau zu sehen.

 

Gine Selle ist nach Abschluss einer Lithografenausbildung seit 1995 künstlerisch tätig. Die meiste Zeit davon verbrachte Sie in Dortmund. Ihre Werke wurden bisher im In- und Ausland ausgestellt. Neben einem 1. Preis für Wandgestaltung in Essen, Installationen und Fotoperformances am Strand von Holland, bestückte sie den Botanischen Garten von Dortmund mit 60 Motiven eines Fotocollagen-Projekts und installierte auch im Bayerischen Wald collagierte Motive auf großformatigen Planen. Ihre Arbeiten sind meist Kombinationen aus Zeichnung, Fotografie und Malerei, aber auch Einzelarbeiten in den verschiedensten Techniken mit unterschiedlichsten Materialien sowie Objekte. Was sie NICHT ist: Glaskünstlerin.