Sonderausstellung

Verlängerung!!

ab möglicher Wiederöffnung des Museums bis 8. August 2021

 

 

 

Simone Fezer:  „Tipping Point“

Die Pforten des Glasmuseums Frauenau sind derzeit – wie in allen anderen Museen – geschlossen.

Doch in den Ausstellungsräumen rührt sich einiges, denn die Vorbereitungen für die neuen Sonderausstellungen laufen auf Hochtouren. Gestaltet werden diese von zwei beeindruckenden Künstlerinnenpersönlichkeiten: Simone Fezer und Mahbuba Maqsoodi.

Unkonventionell, multimedial und nah am aktuellen Zeitgeschehen – so ist die Kunst von Simone Fezer und ihre Art mit dem Material Glas umzugehen. Die raumgreifenden Installationen der Künstlerin bringen scheinbar unvereinbare Elemente zusammen. Thema ist stets das Leben, seine Vielfalt und Ambivalenz. Die Arbeiten nehmen die Besucher*innen ein, sie berühren und lösen die unterschiedlichsten Gefühle aus.

 

Die Ausstellung im Glasmuseum Frauenau beschäftigt sich einerseits mit der immer wiederkehrenden Frage der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Hauptelement ist das aus Altmaterialien gebaute, wuchernde Konstrukt waghalsig aufeinander getürmter, verglaster Strukturen, die sich in einer schillernden Welle über den Köpfen der Besucher*innen brechen. Die Bedrohung durch die sich anbahnende Klimakatastrophe scheint förmlich auf die Betrachter*innen hereinzubrechen.

 

 

 

Verlängerung!!

ab möglicher Wiederöffnung des Museums bis 8. August 2021

Mahbuba Maqsoodi:  „Schleierhaft“

 

„Schleierhaft“ ist der geheimnisvolle Titel der Kabinett-Ausstellung von Mahbuba Maqsoodi. Die Künstlerin widmet sich dem Thema der Verhüllung, dem Schleier und der ganzen Komplexität, die ein Stück Stoff mit sich bringen kann. Für viele muslimische Frauen ist das Tragen eines Schleiers selbstverständlich. Andererseits wurde und wird kein anderes Kleidungsstück aus religiösen und politischen Gründen so für sich eingenommen. Die Intimität des „Kabinetts“ ist dafür prädestiniert, sich dem Thema mit Empfindsamkeit zu nähern. Maqsoodi tut dies auf unterschiedlichste Weise: mit Glasbildern, Ölmalerei, Mixed Media.

Mahbuba Maqsoodi wuchs in Afghanistan auf, widmete sich der Miniaturmalerei, war Lehrerin und setzt sich bis heute für Frauenrechte ein. Nach dem Studium der Kunst in St. Petersburg wurde München die Heimat der Familie. Hier etablierte sie sich als Künstlerin. Jüngst erregte sie große Aufmerksamkeit mit ihren Fenstern für die älteste Abteikirche Deutschlands in Tholey. Das Projekt, zu dem auch drei Fenster von Gerhard Richter zählen, ist eines der derzeit bedeutendsten Glasmalereiprojekte weltweit.