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Von Bayern nach Peking: Glasminiaturen - 400 Jahrhunderte Schnupftabakgläser in China und Bayern

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Zur Ausstellung ist ein repräsentativer und informativer Katalog mit 184 Seiten (!) zum Preis von 24,50 € erschienen.


Die Ausstellung wird bis
zum Mai 2011 gezeigt.

Nach mittlerweile sechs Sonderausstellungen zum Thema Schnupftabakgläser, veranstaltet durch die  Schaefer-Stiftung im Glasmuseum Frauenau, ist dies zwar nicht die umfangreichste, mit Sicherheit jedoch die aufwändigste, was die mannigfachen Vorbereitungen anbelangt!

Überraschenderweise haben tatsächlich weltweit nur in diesen beiden Kulturkreisen gläserne Fläschchen Jahrhunderte lang als Gebrauchsgefäß für Schnupftabak dominiert. Die Ursprünge in Bayern und Böhmen gehen zurück bis ins 17. Jh. und überraschenderweise war es ein Jesuitenpater aus Würzburg, der nur etwa zwei Jahrzehnte später in Peking eine Glashütte am Kaiserhof errichtete, wo u.a. bereits um 1703 als Besonderheit Schnupftabakgläser nachgewiesen sind! 

China zeigte sich damals für Europäer als unbegreiflich hochentwickelter und perfekt durchorganisierter Großstaat. Herrscherdynastien wie die Ming und Qing regierten absolutistisch Jahrhunderte lang das riesige Reich, dem kriegerische Auseinandersetzungen oft generationenlang erspart blieben und das sogar Besetzungen durch Ausländer, wie die Mandschus im 17. Jh. kaum erschüttern konnte. 

Das Aufeinandertreffen chinesischer Künste mit europäischen Wissenschaften und kunsthandwerklichen Besonderheiten stellt sich besonders aufregend im Bereich des Glases dar, das am Kaiserhof im 18. und 19. Jh. große Bedeutung erlangte. Gerade auch die Schnupftabakgläser waren bevorzugte Geschenkartikel, die der Kaiser selbst an bewährte Höflinge oder ausländische Würdenträger verteilte. 

Obwohl sich aus späterer Zeit keine weiteren Berührungspunkte darstellen lassen, so ist es doch gerade bei der sehr unterschiedlichen Historie und den ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Begleitumständen hochinteressant, die weitere Entwicklung in der Herstellung und Gestaltung von Schnupftabakgläsern in beiden Kulturkreisen gegenüberzustellen.

Die Ausstellung „400 Jahre China und Bayern – Die Wittelsbacher und das Reich der Mitte“, die vom 26. März bis 26. Juli 2009 im Bayerischen Nationalmuseum in München gezeigt wurde, hat ebenfalls eine enge Verbindung zwischen Ost und West mit herausragenden und bedeutenden Exponaten illustriert.

Dazu ergänzend den Glasbereich herauszustellen, soll  die Ausstellung der Schaefer-Stiftung in Frauenau beitragen. 

Die Schaefer-Stiftung hat zu dieser Ausstellung einen besonders umfangreichen Katalog vorgestellt, in dem zumindest im Bild auch die wertvollsten Schätze zeitgenössischer internationaler Sammlungen gezeigt werden, chinesische Schnupftabakflaschen, deren jeweiliger Marktwert teils weit über einer halben Million US$ liegt!

 

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Glasmuseum Frauenau
Am Museumspark 1
D-94258 Frauenau

Telefon: +49 (0) 9926 - 941020

Geöffnet
Montag bis Freitag von 09.00 bis 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 16.00 Uhr

 


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